#52 || Next Gen: Zwischen Tradition und Umbruch
Shownotes
Unternehmensnachfolge heißt nicht nur, Verantwortung zu übernehmen. Es bedeutet auch, die eigene Rolle zu finden, Erwartungen auszuhalten und Veränderungen mitzugestalten.
In der neuen Folge von TALKCONCRETE spricht Linda Wurster, Prokuristin und Nachfolgerin bei der Wurster Bauunternehmen GmbH, offen über ihren Weg im Familienunternehmen.
Themen sind unter anderem:
▪️ wie sich gewachsene Strukturen und neue Ideen miteinander verbinden lassen
▪️ wie Feedback, Mentoring und der Austausch mit anderen Nachfolgerinnen und Nachfolgern Orientierung geben
▪️ wie Veränderungen gelingen, ohne Bewährtes aus dem Blick zu verlieren
▪️ und welche Rolle Digitalisierung und Prozessoptimierung für die Zukunft der Bauwirtschaft spielen
Ein weiterer Schwerpunkt: Female Leadership.
Werden Frauen in Führungspositionen anders wahrgenommen? Unterscheiden sich Führungsstile tatsächlich? Und warum sind Kommunikation, Empathie und Klarheit entscheidend für gute Führung?
Eine Folge über die nächste Generation der Branche, Führung und den Mut, den eigenen Weg zu gehen.
Transkript anzeigen
00:00:09: Willkommen bei Talk Concrete, der Podcast.
00:00:12: Mein Name ist Danny Bakritzis und heute zu Gast ist Linda Wurster.
00:00:16: Sie ist Prokuristin und Nachfolgerin im Familienbetrieb bei Wurstabau oder der Wurstarbauunternehmung GmbH.
00:00:23: Willkommen, Linda!
00:00:24: Ja danke für die Einladung, freue mich hier zu sein.
00:00:26: Gerne Lass uns mal mit dem Blick auf euer Unternehmensumfeld starten.
00:00:31: Ihr seid im Mittelstand aktiv, ihr seid ein Bauunternehmen im Hochgewerbe-Kommunalbau?
00:00:38: Was verändert sich da gerade?
00:00:40: eine Menge würde ich sagen.
00:00:42: Ganz pauschal, also wir merken natürlich wie sehr viele andere Branchen im Moment auch dass die Wirtschaft nicht mehr ganz so floriert wie sie das noch vor ein paar Jahren gemacht hat uns optimistisch auszudrücken und es wirkt sich natürlich auch bei uns aus.
00:01:01: Also gerade im Wohnungsbau merkt man dass einfach ein massiver Einbruch da war in den letzten Ja, ich würde jetzt fast schon sagen drei Jahren.
00:01:10: Vielleicht sogar ein bisschen länger, drei bis vier Jahre und das wirkt sich natürlich aus.
00:01:16: Es wirkt auf die gesamte Branche aus, würde ich sagen einfach weil wenn weniger gebaut wird dann verändert sich der Markt, verändert sich auch der Wettbewerb, verändern sich auch die Anforderungen und das spürt man.
00:01:30: Wir kommen eher so aus der Fertigteilbranche aber Wir haben ein paar Gemeinsamkeiten.
00:01:36: Also wir haben es ja alle mit steigenden Anforderungen in der Qualität zu tun, in der Bürokratie und mit dem steigenderen Fachkräftemangel.
00:01:46: Wie schafft ihr es da als Familienbetrieb durchzunavigieren?
00:01:50: Und was spielt vielleicht auch Effizienz, Digitalisierung, Prozessoptimierung für eine Rolle?
00:02:02: grundsätzlich glaube ich, dass halt bei einem Familienunternehmen eben gerade auch so diese Werte die Langfristigkeit eine große Rolle spielt.
00:02:14: Dem entgegen stehen dann natürlich solche Dinge wie Digitalisierung und Veränderung wenn natürlich dieses langfristige Denken auch oft mit Tradition einhergeht und dann tut man sich manchmal so ein bisschen schwer jetzt irgendwie zu sagen wir brauchen jetzt Veränderungen ... unbekanntes vielleicht ja teilweise auch investieren.
00:02:36: Das merke ich bei uns zum Beispiel, dass es auch oft immer zu so einem ... ... Diskussionspunkt führt.
00:02:40: jetzt im Bereich Nachfolge ne?
00:02:43: Also mit mir die dann sagt hey wir brauchen irgendwie hier eine neue bessere Prozesse, ein bisschen digitaler werden und dann kommt erst mal so ein... Oh müssen wir das
00:02:51: wirklich?!
00:02:53: Und man kommt dann schon relativ schnell zu der Einsicht, dass es halt eigentlich der richtige Weg ist.
00:02:58: Aber das ist eben immer auch natürlich mit einem gewissen Widerstand verbunden wenn man ja das altbekannte irgendwo auch liebgewonnen hat und deswegen... Es ist ein Prozess.
00:03:13: Gerade in der Bauindustrie haben wir noch super viel Potenzial, was Digitalisierung angeht.
00:03:20: Mit Sicherheit auch etwas Automationen angeht und gleichzeitig glaube ich dass wir eine der Industrien sind die einfach doch auch was Arbeitsplätze angeht relativ langfristig sicher sein wird.
00:03:34: Jetzt haben wir ja in der Baubrosche insgesamt vielleicht auch so ein bisschen das Prinzip Hoffnung.
00:03:39: Also vor allem in der Krise, also manche Unternehmen sagen dann jetzt warten wir erstmal, gehen durch das tiefe Tal, warten mal bis es da wieder aufwärts geht und jetzt investieren wir erst einmal eben nicht.
00:03:52: Hast du schon ein bisschen angesprochen?
00:03:54: In die Digitalisierung investieren vielleicht auch nicht in Nachhaltigkeit was ja auch ein Thema ist.
00:04:01: Die Welt wartet ja nicht sozusagen.
00:04:04: Wie blickst du da drauf auf dieses Hoffnungsprinzip?
00:04:08: Ich glaube grundsätzlich ist es wichtig, dass man ein Stück weit Hoffnung hat und zuversichtlich in die Zukunft blickt.
00:04:16: Warum machen wir das sonst?
00:04:18: wenn man keine Zuversicht hat und denkt, es wird nicht... besteht ja auch keinen Grund und keinen Anlass irgendwie weiter zu machen.
00:04:28: Und irgendwo unternehmerisch tätig zu sein, deswegen glaube ich grundsätzlich braucht es Hoffnung und ein Glaube an eine positive Zukunft in irgendeiner Form.
00:04:41: Gleichzeitig sehe ich das aber eben aus einem Wissen als Risiko weil wenn man immer nur hofft und wartet dass es schon von alleine wieder besser wird dann verpasst man halt einfach ... den Zug, auf dem man jetzt aufspringen müsste.
00:04:55: Und da sehe ich es halt einmal so.
00:04:57: auch das ist eine gewisse Mischung braucht also... Ich habe's gerade schon mal ein bisschen angedeutet.
00:05:02: Gerade auch jetzt wo viele aus der jetzigen Geschäftsführer-Generationen ... Also diese Baby Boomer die gerade noch ganz viel irgendwo in den Position sind ... langsam machen, bisschen Richtung doch etwas ruhiger Jahre denken.
00:05:19: Ich glaube, die besteht halt auch ganz viel Raum dafür dass jetzt eine jüngere Generation kommt.
00:05:24: Die sagt okay wird's daun uns das anders zu denken und wir trauen uns auch die Zukunft zu gestalten Und haben nicht nur diesen Anspruch irgendwie das weiterzumachen was eh schon da ist.
00:05:35: und gleichzeitig kann ich das auch total verstehen, dass dieser Konflikt eben besteht.
00:05:42: Weil gerade viele der Personen die momentan noch in Führungs- und Entscheidungspositionen sind haben halt einen anderen Zeithorizont.
00:05:50: Also wenn ich jetzt für die nächsten fünf Jahre vielleicht plane, dann gehe ich andere Risiken ein als wenn ich für die nächste dreißig Jahre plane.
00:05:58: Das ist ganz logisch!
00:05:59: dann will ich vielleicht eher meine Schäfchen ins Drockene bringen und sagen, okay ist alles gut so wie es ist.
00:06:04: Das haben wir so aufgebaut über Jahrzehnte hinweg und das möchte ich gerne auch so behalten weil so mag ich's.
00:06:10: Hat ja viel mit Mut zu tun also vor allem in der nachfolgenden Generationen dann zu sagen ok was können wir da jetzt anpacken welche Prozesse können wir vielleicht optimieren?
00:06:21: du stehst ja auch für den Generationenwechsel bei Wusterbau.
00:06:25: Wir haben in der Betonbetonfertigteilbranche ja auch viele junge Unternehmerinnen, junge Unternehmere die dann auch mal die Betriebe übernehmen werden.
00:06:35: Was bedeutet für dich das Thema?
00:06:37: Also da bist du ja auch sehr aktiv auf LinkedIn unterwegs was die Argumentation angeht.
00:06:43: Was bedeutet für dich des thema female leadership?
00:06:47: Werden weibliche Führungskräfte anders gelesen, anders interpretiert vielleicht als männliche Erführungskräfte.
00:06:54: Hast du da Erfahrungen gemacht die du vielleicht auch jungen Unternehmerinnen weitergeben könntest möchtest?
00:07:03: Also ich kann die Frage jetzt nicht mit einem pauschalen Ja oder Nein beantworten weil ich glaube es greift einfach ein bisschen tiefer.
00:07:12: gibt es unterschiede?
00:07:13: ja gibt's definitiv immer wieder?
00:07:15: also ich glaub das liegt allein schon in nem ... in dem Wesen einer Frau oder eines Mannes.
00:07:21: Und ich will jetzt auch gar nicht irgendwie sagen, ... ... Frauen sind so und Männer sind so, weil es halt ... ... ich für völligen Quatsch.
00:07:26: Trotzdem glaube ich, dass es einfach gesellschaftlich gesehen ... ... so Tendenzen gibt wie wir einfach anders sind vielleicht auch ... ... anders sozialisiert sind, biologisch anders ticken... ... ohne da jetzt irgendwie in die Tiefe zu gehen.
00:07:41: Ich glaube auch das ist das ganz gut.
00:07:42: Also ich glaube auch, dass das eine ganz gesunde Mischung ist,... Ja, Frauen und Männer so ein bisschen Unterschiede auch haben.
00:07:50: Ich glaube das wird auch in der Führung teilweise anders wahrgenommen als es gibt so einen Spruch... ich weiß ehrlich gesagt nicht woher kommt hier keine Ahnung aber der sagt Frauen führen vereinend und Männer führen eher so teilend.
00:08:06: also die freschen halt einmal durch und sagen so wird's jetzt gemacht und tun nach da und tun noch dann so und Frauen versuchen halt eher so mitzunehmen an Bord zu holen sind vielleicht auch häufig einfach ein bisschen kommunikativer in Summe.
00:08:23: Also, dass mehr gesprochen wird über Themen... Ganz witzig hatte heute beim Mittagessen genau dieses Thema, dass ich mit einer Bekannten von mir am Tisch saß und sie einfach nur gesagt hat so in dem und dem Kontext.
00:08:38: Ich habe mir einfach gewünscht, dass wir da mal vorher darüber gesprochen haben bevor ich dann irgendwie plötzlich das Steiben an den Kopf geknallt gegenseckt hab.
00:08:46: Also man kennt sich ja, man kann ja miteinander sprechen und es ging gar nicht um was Dramatisches.
00:08:51: aber Ja, man könnte vielleicht mal reden bevor man Tatsachen schafft.
00:08:56: Ist glaube ich was einfach bei Frauen ausgeprägter ist als bei Männern?
00:09:03: Und gleichzeitig eben auch umgekehrt.
00:09:05: es ist ja total wichtig dass eben die Tatsache auch geschaffen werden.
00:09:09: also das ist ja gar nichts Schlechtes zu handeln.
00:09:11: aber Ich glaube das braucht eben beides auch so die Kommunikation dazu und da sehe ich halt oft dass Frauen einfach ein bisschen offener Sinne in ihrer Kommunikation und dieses Instrument auch doch ein bisschen großzügiger einsetzen.
00:09:28: Also ich denke auch, dass es wichtiger sein wird jetzt im Zukunft auch empathischer zu führen oder vereinender zu führen.
00:09:37: damit eröffnen sich auf viel mehr Perspektiven.
00:09:40: also wenn ich quasi eine Vorgabe mache dann Dann ist es so und dann wird's vielleicht so gemacht, aber ich lasse ja quasi hundert weitere Optionen mal raus.
00:09:48: Also das hat ja auch durchaus was Gutes und man kann sehr gut zum Ziel oder zu mehreren Zielen führen.
00:10:01: Die Zwischenrolle, die du hast im Betrieb, die ist super spannend.
00:10:04: Wenn man so ein bisschen auch dein Feed, sag ich jetzt mal anschaut auf LinkedIn... Wir haben da mal einen Zitat rausgegriffen, das sind wir drauf gestoßen.
00:10:15: Ich lese einfach kurz vor.
00:10:16: Ich bin offiziell angestellte, werde aber selten so behandelt.
00:10:19: In erster Linie bin ich immer Teil der Unternehmerfamilie und damit werde ich nicht geführt wie eine Mitarbeiterin sondern behandelt als wäre ich bereits
00:10:27: Geschäftsführung.".
00:10:29: Das bedeutet es gibt kaum konstruktives Feedback.
00:10:32: die Erwartungen sind aber hoch.
00:10:33: das ist ein spannender Punkt.
00:10:34: also würdest du sagen man muss dann auch diese solchen Erwartung gerecht werden oder wo vielleicht auch nicht?
00:10:45: Ein gewisserweise Ja, also es ist ja immer dieses... Es gibt eben kaum irgendwo mal ein Feedback was wirklich auch ehrlich sag ich mal oder das heißt ehrlich aber wo eben wirklich ankommt so hey das und dass war jetzt nicht so gut.
00:11:05: Und das hättest du vielleicht besser machen können einfach weil natürlich irgendwo auch so eine gewisse Distanz einfach da ist an der einen oder anderen Stelle.
00:11:16: Gleichzeitig ist natürlich irgendwie immer diese Erwartung an eine Geschäftsführung, zu der ich irgendwie ja mitgezählt werde oder eben an der Unternehmerfamilie in dem Fall auch so her.
00:11:30: Die müssen es wissen und die sind ja letztendlich diejenigen, die entscheiden und damit ist halt immer auch der Anspruch dann so ein Stück weit da dass man ja auch ne Lösung da hat für den Problem völlig menschlich ist, dass man vielleicht auch mal nicht gleich eine Lösung parat hat für jedes Problem.
00:11:50: Und da dann eben auch einfach das so ein Stück weit zu navigieren und zu sagen okay ohne jetzt da irgendwie jemanden sag ich mal in Angst und Panik zu versetzen weil die Geschäftsführung jetzt keine Ahnung hat dann einfach einen guten Weg zu finden.
00:12:06: So sagen wir haben gerade keine Lösungen aber wir arbeiten eine ... genau da eben irgendwie so einen guten Weg zu finden ist, was das wusste ich auf jeden Fall relativ schnell lernen.
00:12:18: Wenn du jetzt grad zurückschaust hat sich der Wasgetan in deinem Umgang mit der Situation also bis am Anfang vielleicht anders damit umgegangen wie du jetzt heute damit umgehst?
00:12:28: Ja mit Sicherheit.
00:12:29: Mit dieser Erwartungshaltung seitens der Belegschaft
00:12:32: oder... Mit Sicherheit!
00:12:34: Also das ist ja auch man Also bei mir war es zumindest so, ich bin da irgendwie auch halt so sein gestolpert ja ein bisschen in das Thema.
00:12:44: Man kommt halt... man hat erstmal einfach einen angestellten Vertrag weiß natürlich klar okay das ist irgendwie unsere Firma und Trotzdem kann eigentlich nichts und niemand auf diese Rolle, die man da plötzlich bekommt vorbereiten.
00:12:58: Weil sie ist ja auch nicht in irgendeiner Jobdescription.
00:13:00: Also steht ja nirgends gestrieben wie es als Nachfolger in der Firma zu sein vor allem weil halt jede Story da irgendwie ein bisschen anders ist.
00:13:09: Und das war am Anfang schon irgendwo überraschend und überfordernd oder einfach so zu merken, hey ... Es kommt halt einfach auch ... ... nicht irgendwie, es kommt ja niemand und sagt dir was du tun solltest.
00:13:25: Weil die erwarten ja von dir dass du den sagst wie und was... ...und gleichzeitig ist er aber so kann ich jetzt diesen Menschen,... ...die irgendwie überwiegend älter sind als ich und deutlich mehr Erfahrungen in ihrem Besuch haben... ...als ich kann nicht denen jetzt sagen was sie tun sollen.
00:13:41: Darauf ist auch niemand vorbereitet.
00:13:46: Und genau diese Themen muss sich auf jeden Fall lernen habe ich, glaube ich mittlerweile auch an vielen Punkten gute Erfahrungen gemacht wie man dann damit umgehen kann.
00:14:03: Habe auch gelernt dass es hilft wenn man einfach nicht davon ausgeht das jemand schon Feedback gibt sondern wenn man sich's einfach holt.
00:14:12: Also manchmal ist es ja wirklich simpel.
00:14:14: Einfach mal nachfragen und dann kriegt man schon eine Antwort So mit das Hauptthema, dass man auch da einfach viel kommunizieren muss und gleichzeitig eben immer so ein bisschen die Bedürfnisse der Mitarbeiter auch im Hinterkopf behalten muss.
00:14:35: Aber was brauchen sie eigentlich?
00:14:37: ... wollen die ja, dass da jemand ist der irgendwie eine gewisse Sicherheit ausstrahlt.
00:14:44: Und das heißt nicht, dass man alles können und wissen muss sondern... ...dass man einfach dasteht und sagt so ich habe jetzt ne vernünftige Antwort für dich,... ...die ist vielleicht nicht die Antwort, die du hören möchtest aber das ist eine ehrliche und mit der kannst du was anfangen.
00:14:58: Ich denke es ist schon mal viel wert.
00:15:00: also wenn das dann eine eherliche Antwort ist, die da kommt, das macht... ... das Authentische dann aus an der Führungskraft.
00:15:10: Jetzt stand in dem Zitat ja auch noch, es gibt kaum konstruktives Feedback.
00:15:15: Kann ich mir gut vorstellen in der Konstellation?
00:15:18: Woher zu dir ist denn also woher zu Dir Feedback oder wo lernst Du dazu vielleicht?
00:15:24: Also wie gesagt wenn man dann mal aktiv nachsagt.
00:15:30: im spezifischen Fall ... geht das schon, aber man sieht jetzt nicht irgendwie so wirklich gesagt ... ... hinterher in der Situation.
00:15:38: Das hast du jetzt aber nicht so gut gelöst.
00:15:40: Das hätte ich vielleicht eher sonst so gemacht, ne?
00:15:42: Weil einfach da das Level halt irgendwo dann nicht passt und... Jetzt ist es immer gut wenn man so ein bisschen Selbstreflexion halt auch hat und manchmal auch merkt so ... ... vielleicht hätte ich das beim nächsten Mal anders gelöst ... ... und ich nehme solche Situationen dann halt wirklich und ... ... gehe, also ich habe mittlerweile auch eigentlich ein ganz schönes Netz aus anderen ... ... Nachfolger und Nachfolgeinnen die in ähnlichen Situationen sind.
00:16:10: Und wo man einfach auch mal hergehen kann und sagen kann so ... ... irgendwie war das eine Situation mit der war ich nicht zufrieden.
00:16:17: Wie hättest du es gemacht?
00:16:19: Um dann einfach so ein bisschen auch ... ... Gefühl dafür zu bekommen wie machen das andere... ...wie kann man mit solchen Situationen umgehen?
00:16:26: und ... habe jetzt auch mittlerweile einen Mentor für mich gefunden, mit dem man einfach so was mal ein bisschen durchspielen kann.
00:16:35: ... dem ich dann teilweise auch wirklich Gespräche vorbereite, die eben für mich wichtig sind.
00:16:42: Wo ich aber sage da will ich so reingehen dass sich am Ende möglichst mit meinem Wunschergebnis auch rausgehe und das hilft natürlich vor allem wenn es irgendwie Familienintern ist weil da ja oft nicht nur das Unternehmen eine Rolle spielt sondern alles andere was in der Familie gerade los ist.
00:17:02: und da ist das echt super wenn man da jemanden hat der mit einem auch so ein bisschen, wir haben als Szenatiendurchspiel Dinge widerspiegelt
00:17:12: und
00:17:13: das hilft mir sehr.
00:17:14: Also es sind ja zwei wichtige Tipps einmal die Peer Group quasi selber aufbauen oder sich da ein Netzwerk suchen von Personen, die ähnliche Themen haben und des anderes ist Coaching.
00:17:25: Da einfach einen Sparingspartner oder Sparring Partnerin zu suchen, die da ähnlichen Themen dann vorbereiten kann vielleicht auch oder begleiten können.
00:17:33: Kommen wir so ein bisschen zu deiner Motivation.
00:17:36: Also man spürt ja, dass du auch die Begeisterung mitbringst?
00:17:42: Du hast mal gesagt, bauen sei viel mehr als Häuser und Baustellen.
00:17:45: vielleicht kannst du ganz kurz beschreiben wo deine Motivations liegt was dich antreibt.
00:17:55: also ich will jetzt nicht irgendwie ins philosophische abdriften hier aber ich finde es halt total faszinierend wie Gestalterisch das... bauen an sich einfach auch ist.
00:18:08: Also ich meine wir gestalten ja eigentlich uns der komplette Umwelt, jeden Lebensbaum in dem wir irgendwie gehen wird halt einfach durch das Bauen gestaltet weil jemand überlegt sich okay wie sollen das Gebäude aussehen welche Funktionen soll es haben?
00:18:22: dann gibt's einen Planer der das Ganze irgendwie in eine Konstruktion umsetzt und dann kommen aus für ne Firmen die machen das dann.
00:18:30: und also das ist halt finde ich total fasziniert wenn man sich das so überlegt dass jedes Gebäude, das wir ganz selbstverständlich in unserem Alltag nutzen halt irgendwann mal gebaut wurde.
00:18:43: Wie kriegt ihr die Motivation oder die Begeisterung für dieses Thema?
00:18:48: Für das Bauen und für die gebaute Umwelt so an eure Azubis ran oder vielleicht auch andere Fachkräfte?
00:18:56: setzt ihr es vielleicht auch in der Bewerbung von den Stellen ein oder was?
00:19:01: Oder denkst du, dass wird genügend gespiegelt in dem Bereich?
00:19:06: Also ganz ehrlich, ich glaube das wird nicht genügend kommuniziert.
00:19:11: Auch nicht genug genutzt und war jetzt auch lange Zeit irgendwo ein Stück weit aus meiner Sicht sehr vernachlässigt.
00:19:19: Ich meine jetzt gerade merkt man dass das Handwerk plötzlich wieder so ein bisschen an Attraktivität gewinnt wo die Automobilindustrie vielleicht auch nicht mehr der erste Wahl ist als Arbeitgeber hier in der Region zumindest Und ich glaube, das ändert sich gerade wieder.
00:19:38: Ich muss aber auch ehrlich sagen und da nehme ich jetzt auch uns nicht aus wie als Branche haben das ein bisschen verpennt glaub' ich einfach zu sagen so eigentlich sind wir eine total coole Branche und hier gibt es total viel Gestaltungsspielraum.
00:19:54: Man hat ja auch tatsächlich in der Branche viele Möglichkeiten jetzt in jeglicher Hinsicht wirklich zu gestalten auf jeder Ebene, sei das eben in der Planung oder dann auch durch Fertigkeiten die man sich aneignen kann.
00:20:13: und das finde ich halt eigentlich total spannend.
00:20:17: Und wenn wir bei Fertigteilen gucken gibt es ja auch von bis in Sichtbetonklassen- und Oberflächenbeschaffenheiten total spannend zu sehen, was man da alles auch sein geben kann.
00:20:32: Und das ist nachher einfach so sichtbar und präsent.
00:20:35: Das sind nicht irgendwelche Folien oder sonstwas, was nachher in irgendeiner Schublade liegt sondern es ist einfach nachher ein Gebäude und das wird genutzt.
00:20:43: und ich glaube dass müssten wir definitiv noch mehr kommunizieren und mehr nutzen.
00:20:52: Da spielt glaube ich einfach auch eine Rolle, dass man sozusagen im Handwerk auch gerne so ein bisschen Bescheidenheit hat und so mal Macht halt.
00:21:01: Und redet vielleicht nicht viel, sondern ist vielleicht auch so etwas Schwäbische Tugend die da mit rein spielt.
00:21:09: Ich glaube das darf sich aber auch ändern.
00:21:11: Ja also deswegen sagen wir ja wir sprechen Bau So Bau-Kommunikation oder dann bei uns eben Beton, betonfertigte Kommunikation spielt ja auch eine ganz große Rolle bei uns.
00:21:22: Also kann man quasi nur unterstreichen.
00:21:25: Schauen wir mal so ein bisschen in die Zukunft wie was meinst du?
00:21:29: Wie sehen Werke Büros Baustellen so in zwanzig Jahren aus?
00:21:39: also ich wünsche mir natürlich unsere Psonge dass wir das sich doch einiges verändert dass wir es auch schaffen zu innovieren und uns jetzt auch ein bisschen neu zu erfinden.
00:21:56: Und ich glaube, dass wir ganz viel Potenzial haben wirklich auch digitaler zu werden das vieles auch automatisiert werden kann.
00:22:09: also neulich auch mal darüber gesprochen wie können eigentlich Fertigteile, also die Fertigteilwerke noch besser mit den ausführenden Firmen zusammenarbeiten.
00:22:20: Ich glaube auch das da super viel Potenzial noch besteht weil es eben einfach super vieles gibt was wir ja auch als ausfühlende Firma heute schon in Fertichteilen umsetzen was einfach viel mehr Sinne gibt.
00:22:33: und gleichzeitig gibt's aber auch immer wieder Punkte wo man sagt ja dann macht jetzt ein Fertichteil vielleicht nicht soviel Sinn sondern da bauen wir einfach konventionell und ich glaube diese Mischung macht das und wenn man das dann auch in so einen gemeinsamen Prozess reingießen kann, ich glaube da haben wir schon super viel gewonnen.
00:22:52: Gleichzeitig glaube ich aber dass wir auch in zwanzig Jahrhand immer noch mit Menschen auf Baustellen bauen vielleicht ein bisschen weniger... Weiß es nicht, aber ich glaube trotzdem dass wir auch da noch Menschen brauchen die vor allem eben auch diese gestalterischen Fähigkeiten haben.
00:23:09: Und es gibt halt einfach für mich eine Sache die kann man nicht ersetzen, die kann mal nicht automatisieren und das ist so dieses Gesamtverständnis also das Verständnis wie auch nachher ein Gebäude funktionieren muss Auch er wird dieses Kreative, was da ja mit sein fließen muss.
00:23:26: Also ich fände es total schade wenn wir in zwanzig Jahren nur noch so Standardblöcke irgendwie hätten die alle identisch aussehen.
00:23:34: also ich hoffe sehr dass wir es schaffen ein bisschen Individualität auch im Bauen zu behalten und ich glaube das ist super wichtig dass wir ihn wirklich zusammenarbeiten und dass wir die Menschlichkeit aus dem bau nicht so komplett weg rationalisieren.
00:23:49: kreativität ist auch das was am meisten Spaß macht dann quasi.
00:23:53: Also auch wenn man zum Thema KI vielleicht sich unterhält, also wir wollen uns ja durch KI Sachen erleichtern die uns eher beschwerlich vorkommen und nicht die Kreativität wegnehmen.
00:24:08: Zum Startup-Bereich vielleicht noch was da bist du ja auch ab und zu unterwegs in der Bubble das kann ja auch Hoffnung geben oder?
00:24:15: Also zum Thema wie bauen wir in zwanzig Jahren ist ja auch viel Potenzial drin
00:24:20: Absolut.
00:24:20: Also ich bin, also wir mit dem Bauunternehmen sind auch Partner von Groundbreakers so der Startup-Initiative in der Bauwirtschaft hier in Baden-Württemberg und da ist es halt für mich immer wieder total toll zu sehen dass das einfach doch noch eine Vielzahl von jungen Menschen gibt, die auch sagen hey das lohnt sich in der Bauproche was zu bewegen und da irgendwo Innovation reinzubringen.
00:24:50: Und es kann eben sowohl auf der Prozessebene sein dass man sagt man schafft irgendwelche Tools die Bauprozesse erleichtern aber eben auch auf der Baustoffebene und ich glaube auch da haben wir noch super viel Potenzial.
00:25:04: Es sind leider oft die politischen Rahmenbedingungen, die es ein bisschen schwer machen.
00:25:09: Aber ich finde das total faszinierend!
00:25:11: Wenn man sich dann anguckt... Das ist einfach irgendwie aus... Stroh, Baustoff entsteht oder aus Pilz mit Zähl und also ich finde es total toll.
00:25:21: Also ich kann mich da total viel begeistern Und ich bin jetzt nicht Team-Lehmbau, mein Herz schlägt immer noch für einen Beton.
00:25:29: Aber ich find's trotzdem einfach super faszinierend dass man irgendwo sagen kann okay wie können wir denn auch vielleicht die Intelligenz der Natur nutzen?
00:25:38: Und weiterentwickeln und das gibt ja auch schon so Versuchsthemen mit Pilzbeton und so was.
00:25:44: Und gerade das finde ich irgendwie wahnsinnig spannend, was da alles passiert.
00:25:48: Ich hoffe dass wir das in Zukunft irgendwann alle einsetzen dürfen.
00:25:51: Das wäre total cool!
00:25:54: Ja also die Zukunft besteht aus allen möglichen Baustoffen und Arten zu bauen.
00:26:00: Da würde man uns nur selber etwas verbauen wenn wir uns da einschränken würden.
00:26:05: Ganz lieben Dank für den Besuch Linda hier im Studio.
00:26:09: Toll, dass du da warst.
00:26:10: Danke, dass ich kommen durfte.
00:26:12: Hat sehr viel Spaß gemacht!
00:26:14: Und auch das war Top Concrete der Podcast.
00:26:17: Bis zum nächsten Mal.
00:26:19: Stay tuned.
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