#53 || Art Concrete: Beton als kreativer Werkstoff

Shownotes

Beton ist schwer, massiv und funktional? Nicht unbedingt.

In der neuen Folge betrachten wir Beton einmal aus einer ganz anderen Perspektive: als künstlerisches und gestalterisches Material.

Gemeinsam mit der Videokünstlerin Yining Tang und dem Künstler Harald Priem sprechen wir über Materialität, Ästhetik und die Möglichkeiten, Beton neu zu interpretieren.

Wie lassen sich Mikro- und Makrowelten durch Video miteinander verbinden? Was macht Beton zu einem überraschend filigranen und sogar „poetischen“ Werkstoff? Und welche Rolle spielen dabei Zufall, Experiment, KI und neue Formen des nachhaltigen Bauens?

Anlass ist das Projekt Art Concrete – New Precast Design, das im Rahmen der BAU 2027 in München Kunst und Beton zusammenbringen wird.

Dabei geht es nicht nur um Schönheit, sondern auch um die Frage, wie Beton leichter, filigraner und ressourcenschonender eingesetzt werden kann.

Transkript anzeigen

00:00:10: Willkommen bei Talk Concrete, der Podcast.

00:00:13: Mein Name ist Ulrich Lotz und wir sprechen heute über ein außergewöhnliches Projekt auf der Weltleitmesse Bau die vom elften bis fünfzehn Januar zwei tausend siebenundzwanzig in München stattfinden wird.

00:00:25: Wir sprechen über ein Projekt das die Kunst mit unserem Baustoff verbinden wird.

00:00:31: es nennt sich Art Concrete, New Precast Design.

00:00:36: Und dazu haben wir aus der Welt der Kunst zwei Personen zusammenbringen können die das Ganze nicht in erster Linie aus der Funktionalität betrachten sondern eben aus der welt des künstlers und der Künstlerin.

00:00:52: Und diese beiden stelle ich Ihnen kurz vor, sind um einen inning-Tang Video Performerin auch Teil unseres Teams die aber Video Installation vielfach gemacht hat.

00:01:02: Dieses Ganze von der, ich sag mal KI und Videogestaltung Seite angeht Und wir haben Harald Prim bei uns, ein gestaltener Künstler seit vielen, vielen Jahren.

00:01:16: Der sich auch insbesondere mit der Materialität unseres Werkstoffs Beton und Betonwerkstein beschäftigt hat.

00:01:24: Beide eint das sie in Saarbrücken studiert haben, in unterschiedlichen Disziplinen aber immer auch mit dem Aspekt der künstlerischen Kreation.

00:01:35: Wir fangen mal an mit Inning Tang.

00:01:38: Was ist der Ansatz der Videokünstlerin, wenn es darum geht sich mit dem Material und den Werkstoffbeton zu beschäftigen?

00:01:46: Also für mich ist Video eine ganz wichtige Art und die Methode um die Schönheit von der Materialität zu visualisieren.

00:01:54: Und mein Video legt mehr Schwerpunkte auf dieser Transformation zwischen Mikrowelt oder Makrowelt und erzeugt auch die Schöntheit von der unendliche Räumlichkeit vom Material für den Material selbst.

00:02:09: Und zum Beispiel der Einblenden zwischen dem Material, die Mikrowelt und die Makrowelt wie Kosmos.

00:02:17: Für mich ist es auch wichtig dass diese Materialität von Beton schafft.

00:02:22: er auch ganz viel Raum, Räumlichkeit für unsere Leben und andere lebendige Sachen wie Pflanzen und Tiere.

00:02:32: Deswegen ist die Beziehung zwischen Menschen den Material als so ein Videoumträger von dem Lebensraum und anderer Lebendiger auch wichtig für mich.

00:02:44: Ja, vielen Dank.

00:02:45: In Ihn Tank also die ... Die Materialität dient auch dazu einfach die soziale Nachhaltigkeit des Leben im Raum für die Menschen zu stärken aber auch zusammen mit ökologischen Varianten wie Pflanzen und Tieren.

00:03:01: Ganz genau!

00:03:02: Ja spannend.

00:03:03: Wir kommen zu Harald Priem, gestalten der Künstler aus Mannheim.

00:03:06: Viele Jahre Jahrzehnte unterwegs hat auch schon bekannte Kunstwerke zum Beispiel in Hemsbach mit Beton Werkstein aus diesem Material geformt.

00:03:17: Harald Prim wie geht ein Künstl mit dem Material um?

00:03:21: und was ist das Besondere?

00:03:24: Was vielleicht nicht jeder weiß?

00:03:26: Also Beton als Werkstoff interessiert mich deshalb weil weil man ja so die Idee hat, das ist was Schweres, wo man Garagen mitbaut oder Brücken.

00:03:36: Also schwere große Bauwerke und ich habe den Beton aber ganz anders kennengelernt nämlich als sehr viel Likranenstoff, mit dem man sehr feine Dinge abformen kann, Spuren sichern kann und eben auch – was mich vor allem fasziniert im Augenblick gerade im experimentellen Bereich – dass es fließt dieses Werkstoffes ganz was ganz Besonderes ist, weil da eben auch ein Zufall drin steckt.

00:04:03: Also die Zufälligkeit... Auch das Scheitern, dass dieser Werkstoff Dinge tut, die man nicht unbedingt vorausahnen kann und damit eben auch ganz feinste Oberflächen entstehen, sehr filigrane Abformungen möglich sind, das finde ich faszinierend.

00:04:23: Und es ist überhaupt nicht schwer sondern extrem leichter, leichter Stoff und vor allem wenn man dann auch noch die molekulare Zusammensetzungs ein bisschen beobachtet beim Aushärten oder beim Fließen.

00:04:34: Das ist natürlich Physik und Chemie und trotzdem ist es so je nachdem welche Oberflächen dieser Werkstoff benutzt durch die Koosionskräfte Bleiben da an manchen Stellen eben Dinge stehen und anderen nicht.

00:04:47: Und das finde ich faszinierend, weil der sehr viel Zufall auch dabei ist – ein sehr poetischer Stoff tatsächlich!

00:04:54: Beton ist eine Diva diesen Satz gibt es ja auch und wir können uns also freuen auf die Bau aus vielerlei Gründen auf die Weltleibmesse aber wir wollen ja auch anregen dazu Die Kreation von Herstellern, um da was Interessantes draus zu machen.

00:05:14: Nur Kunst ist erst mal nicht limitiert!

00:05:17: Wie ist es in den Tangen auch im Videobereich?

00:05:21: Wo sind die Grenzen des Materials aus der KI oder künstlerischen Sicht im Videobereich?

00:05:27: Also die Grenze ist eigentlich ein wichtiger Thema und auch interessant.

00:05:31: Und für Kunst ist es immer wichtig, den Grenzen so überzuschreiten.

00:05:37: Ich defensiere mich selbst als Nomaden zwischen der Analog und der Digitalen.

00:05:45: Ich glaube, wir müssen immer so feindlich gegen irgendwelche Materialität und irgendwelchen Material- und autonome Methoden.

00:05:54: Und alle sind so Werkzeug!

00:05:56: Was wichtig ist, das ist unsere ethische Fragestellung.

00:06:03: Toller Aspekt Harald Prim!

00:06:06: Worauf können wir uns freuen?

00:06:07: Gibt es was zum Anfassen, zum Angucken oder zum Sehen?

00:06:12: Auf jeden Fall!

00:06:13: Also ich bin dafür... Dinge präsentieren oder.

00:06:17: ich finde es schön, dass wir die Möglichkeit haben was zu zeigen und ich würde mich gerne darauf einlassen jetzt noch mal nach dem Vorgespräch oder auch nach dem Background den ich jetzt nochmal mitbekommen habe zum Thema Nachhaltiges bauen, leichtes bauen, filigranes bauen.

00:06:35: Den Werkstoff möglichst zurückhaltend einzusetzen als statt Masse, dass ich mich darauf nochmal einlasse und damit gerne noch mal so ein bisschen auf eine Reise begebe mit diesen Parametern.

00:06:48: Das ist eine wunderbare Ergänzung zu dem was sich bis jetzt über Beton als Werkstoff kennenlernen durfte.

00:06:54: Lass mich ganz selbst überraschen wie es weitergeht!

00:06:57: Ja, das ist ja der Schöne.

00:06:58: Das Ergebnis ist noch offen und wir können uns darauf freuen.

00:07:01: Und also ich danke euch beiden, dass ihr euch drauf einlasst auf diese Reise auch in der Kreation.

00:07:07: Am Ende soll es ja den Menschen dienen.

00:07:09: Es soll Schönheit, Gestaltung, Ästhetik erschaffen werden die aber – das ist unser Ansatz auf dem Stand – möglichst leicht, möglichst ressourcenschonend, möglichst filigranter herkommt.

00:07:22: Das ist der Anspruch, den wir haben, denn wir wollen eben nicht super dicke Wände haben sondern wir wollen nicht nur die Schönheit, sondern eben auch die Gestaltbarkeit und die Leichtigkeit des Materials in Szene setzen dürfen.

00:07:35: Herzlichen Dank, dass ihr da wart und unseren Vorgeschmack an Ideen gegeben habt!

00:07:40: Das war Talk Concrete der Podcast.

00:07:42: Stay tuned!

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